travel – Thailand travel diary #6: two nights in Bangkok

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Nach Ao Nang, Krabi ging es mit der Nok Air zurück nach Bangkok. Ein 1 1/2 Stunden Flug ist fast so schön wie eine 18 Stunden Reise mit dem Bus. Vom Flughafen fuhren wir mit drei Taxis zu unserem Hotel. Dieses Mal verzichteten wir auf schweißtreibendes Herumirren durch Bangkok bei 38 Grad im Schatten. Katharina, Natascha & D waren mit ihrem Taxi als erstes da, wir hatten aber kein Geld dabei und warteten mit dem Taxifahrer (was für ihn aber überhaupt kein Problem war) weitere 20 Minuten auf die anderen. Mama war froh, dass wir gut im Hotel angekommen sind, da sie unser Taxi nicht mehr gesehen hatte und meinte dann panisch, dass wir das nächstes Mal anders machen würden und in jedem Auto ein Erwachsener mitfahren werde. (Als wären wir drei mit 25, 23 und 21 nicht alle schon erwachsen, haha.) Aber nun checkten wir erst einmal im Hotel ein…

Mayfair Bangkok Marriott Executive Apartments:
Das Hotel befindet sich in Lumpini, einer sehr schönen Gegend, in der Soi Langsuan. Zwei Nächte durften wir im Marriott in einer tollen Suite mit zwei Schlafzimmern und zwei Badezimmern schlafen. D, S und wir beide hatten eine Suite für uns (wir tauschten sogar Betten, damit jede/r von uns für eine Nacht im größeren Bett schlafen konnte), unsere Eltern wohnten zusammen mit A, A und M den Gang hinter in einer anderen Suite. Das Personal war überaus freundlich, wir mussten einige Zeit warten, bevor wir die beiden Zimmer beziehen durften – als Entschädigung bekamen wir ein WLAN-Upgrade (yiiippie, vor allem für uns leidenschaftliche Snapchatterinnen eine wahre Freude). Die Aussicht aus den Hotelzimmern war fantastisch, die Betten angenehm und das Ambiente sehr wohnlich. Ein Pool befand sich im 25. Stock mit Elefantenduschen, einer netten Pool-Bar (mit einer langen Happy Hour), einem noch besseren Ausblick über die Mega-Metropole und einem funkelndem Sternenhimmel über dem Pool. Ein kleines Jacuzzi gab’s ebenfalls.
Das Frühstück im Marriott war reichlich international und richtig richtig gut, wir nahmen uns extra viel Zeit, um uns durchzuprobieren und um ideal in den Tag starten zu können, mit gefüllten Bäuchen.
Kostenpunkt: ca. 40€ pro Person pro Nacht, ca. 7€ pro Person pro Frühstück

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Tuk-Tuk fahren:
In Bagkok erlebten wir als Beifahrer/innen unsere erste echte Tut-Tuk-Fahrt und das ist unserer Meinung nach nichts für schwache Nerven. Aber eigentlich ist der ganze Verkehr in Bangkok nichts für schwache Nerven, dass wir keinen Unfall live miterlebt haben, grenzt an ein Wunder. Auch wenn sie alle kreuz und quer fahren, viel zu schnell und nicht allzu sehr auf andere achten, kamen wir mit den kleinen Tuk-Tuks überall heil an. Außerdem sind Tuk-Tuks viel preiswerter als Taxis, man muss bloß ein wenig handeln und während der Fahrt zeigen einem die Fahrer/innen auch einige Sehenswürdigkeiten im Vorbeifahren und man bekommt einen sehr guten Eindruck von der Stadt. Wusstet ihr, dass die defekten Stromkabeln nicht einfach ausgetauscht werden, sondern funktionierende einfach darüber gehängt werden? Doch wir lernten die Stadt und die Straßen Bangkoks natürlich nicht nur fahrend kennen, sondern unternahmen auch eine Menge zu Fuß. Nach einem Abendessen wollten wir noch einen kleinen Spaziergang durch Bangkok machen, doch anstatt schon bekannte Wege abzulaufen, schlugen wir eine andere Route ein, um einen Block länger unterwegs zu sein. Damit hatten wir uns sehr verschätzt, denn so ein Block in Bangkok ist viel weitläufiger als etwa in Wien. Aber so erkundeten wir die Straßen, entdeckten einen süßen Park (der aber besser bei Tag zu besuchen ist), Thais, die zusammen kamen und an der Straßenecke zusammen aßen, Baustellen, die noch so spät bei Nacht betrieben werden und erkannten Ratten und Katzen unter Autos.

Chao Phraya River Tour:
Der Chao Phraya ist der Fluss, der durch Bangkok führt und natürlich wollten wir eine Flusstour durch die kleinen Kanäle machen. Wir sahen einige Komodowarane, die gemütlich am Flussufer auf Steinen, Hölzern und Stegen gemütlich in der Sonne lagen. Außerdem fütterten wir an einer Stelle riesige Fische, die Karpfen ähnelten. Sie sagten, es bringe Glück. Wir waren uns der „Tourist/innen-Falle“ bewusst, aber bezahlten trotzdem und warfen Brotstücke in das schlammige und trübe Wasser. Was wir in den Kanälen aber noch sahen, erschreckte uns. Entlang des Kanals erkannten wir links und rechts Wohnhäuser. Teilweise verfallen, ausgebrannt oder überwuchert. Dort lebten aber Menschen. Hier wurden wir uns noch mehr der Armut der Einwohner/innen Bangkoks bewusst. Gleichzeitig begannen wir uns für die Art mit der wir, als Gäste dieses Landes und dieser Stadt,  für die kurze Zeit wohnten, zu schämen. Es kam uns so dekadent vor, im luxuriösen Marriott „abzusteigen“, um dort bloß zu schlafen und zu frühstücken (mehr Zeit verbrachten wir nie auf Hotelzimmern), während Bangkoker/innen in Häusern entlang des Chao Phraya River sich vielleicht nicht sicher sein können, ob diese noch lange stehen werden oder nicht bald im Fluss versinken werden. Wir können sehr dankbar für das Leben sein, welches wir und unsere Familie führen dürfen.

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Wat Pho:
Wir wollten mehr von der Kultur Thailands sehen und deswegen war unser Ziel während der Chao Phraya River Tour Wat Pho. Ein buddhistischer Tempel, der sich gleich in der Nähe des Königspalasts befindet. (Apropos Königspalast: Der König und die Königin sind heilig für die Thais, überall sieht man Abbilder des Paars und für eine Beleidigung kann man ins Gefängnis kommen.) Wir waren begeistert von den wunderschönen Bauten, der beeindruckenden Malerei in den einzelnen Tempel und vor allem faszinierte uns deren genaue Architektur, Gliederung und Anordnung zu den anderen, den Grünanlagen, den Statuen von Gottheiten und Steinwächtern. Mönche in orangen Gewändern schreiten bedächtig zwischen den sich tummelnden Tourist/innen umher und wir sahen sogar ein paar Tempelkatzen.

Berühmt ist Wat Pho vor allem für einen der längsten vergoldeten liegenden Buddha-Statuen, die wir ebenfalls bewundern konnten. Falls ihr eines Tages diesen oder einen anderen thailändischen buddhistischen Tempel besuchten wollte, dann solltet ihr bedenken, dass ihr vor dem Betreten des Tempels die Schuhe ausziehen müsst und nur schulter- und beinebedeckende Kleidung erlaubt ist (ansonsten bekommt ihr vor dem Tempel meistens ein Gewand geborgt).
Kostenpunkt: 2,50 € pro Person

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Markt:
Nach unserem Tempelgang suchten wir schließlich einen richtigen Thai-Markt und wurden auch bald fündig. Mama (auf den Bild: die Lady mit dem schwarzen Kleid) meinte wir sollten ihr folgen, doch wir beide und S waren uns da nicht so sicher: der enge, schmutzige Gang führte in eine Art Lagerhalle, es roch nach Urin, eine dreckige (aber süße) Katze miaute uns von der Seite an, ein Mann kam uns laufend mit einem Rollwagerl entgegen, links von uns kochte eine Frau auf eine Art Campingkocher und schließlich waren wir mitten auf einem Indoor-Markt. Es standen dort viele Kartonboxen und Schüsseln mit getrocknetem Fischen, Tintenfischen, Shrimps und vielem mehr. Es stank. Wir befanden uns wahrscheinlich (sicher konnten wir uns dabei nicht sein) auf einem Großmarkt, nicht ganz das, was wir gesucht hatten, deswegen schauten wir uns unter amüsierten Blicken der Verkäufer/innen um und zogen dann bald weiter.

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Bars und Restaurants:
In Bangkok gibt es eigentlich alles, was das Herz begehrt. Während des Tages aßen wir an Straßenstandeln, so lecker! Zum Beispiel frisch gegrilltes Huhn oder Tintenfisch, Gemüse in Tempura, köstliches Obst oder Kokosnuss-Eis. Zwei Abende verbrachten wir in Bangkok und zwei Lokale möchten wir euch noch näher ans Herz legen. Ein Post über Thai-Essen wird noch folgen, und somit unser travel diary aus Thailand schließen.

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Sushi-OO:
Auf Empfehlung einer Rezeptzionistin unseres Hotels besuchten wir das Sushi-OO im Mercury Ville Center nicht weit von unserem Hotel entfernt. Dort aßen wir eines der besten Sushis, die wir je gegessen hatten. Auf Wunsch gab es für die Vegetarierinnen unter uns auch vegane Sushis (z.B. Seaweed Sushi) und Makis, die nicht auf der Karte standen. Obwohl das Essen sehr köstlich war, war das Ambiente nicht für langes gemütliches Beisammensitzen konzipiert und gedacht. Dennoch können wir das Sushi sehr empfehlen, vielleicht auch für ein gemütlicheres Take-Away.

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Thang Long:
Der letzte, letzte, letzte Abend in Bangkok (für diesen Urlaub) war angebrochen und beim Flanieren durch Bangkok war uns das vietnamesisches Restaurant Thang Long in unserer Straße ins Auge gestochen. Deswegen entschieden wir uns den „bunten“ Abend dort zu verbringen. Zur Einstimmung tranken wir köstliche Passionfruit Mojitos und knabberten an Rohkost, die wir mit Saucen dippten. Wir beide aßen klassische summer rolls in Reispapier und vietnamesisches Fisch-Fondue mit Kokos.

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Bald nachdem wir wieder in Wien angekommen waren, vermissten wir Thailand, wir vermissten das Meer, die Metropole Bangkok, das Essen, die Affen. Nach gerade Mal einer Woche empfanden wir so etwas wie Fernweh und versprachen uns in zehn Jahren (zu Papas 60er) wieder alle neun zusammen in Thailand zu sein.

Alles Liebe,
Katharina und Natascha

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6 Gedanken zu “travel – Thailand travel diary #6: two nights in Bangkok

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