travel – Thailand travel diary #2: eine Woche auf Koh Lanta

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Nach dieser anstrengenden Reise durften wir uns erst einmal so richtig entspannen und die angenehme Zeit auf unserer Trauminsel Ko(h) Lanta genießen. Wir wohnten am Klong Nin Beach. Ein herrlicher Strand: wenig Leute, chillige Bars mit Sitzmöglichkeiten direkt im Sand, traumhafte Palmen, wunderschöne Sonnenuntergänge. Wenn ihr neugierig geworden seid und wissen wollt, was wir auf dieser wunderschönen Insel so erlebt haben, lest weiter! 🙂

Ko(h) Lanta als Teil der Provinz Krabi liegt in der Andamanensee vor der Südwesteküste vor Thailand. Es ist eine Doppelinsel und besteht aus Koh Lanta Yai (yai = groß) im Süden, wo auch wir wohnten und Koh Lanta Noi (noi = klein) im Norden. Die beiden Inseln gehören zudem zum Mu Ko Lanta Marine National Park (Mu Ko = Gruppe von Inseln). Dieser National Park wurde 1990 errichtet und umfasst 50 kleinere Inseln mit 134 km². Zum Großteil besteht der Park aus rauen Felsen und Regenwald, ein paar Inseln sind aber auch von Mangroven Wäldern bedeckt. Auf den großen Inseln liegt die Hauptattraktion auf den vielen weißen Stränden, Aussichtspunkten und einigen eindrucksvollen Höhlen. Die kleineren Inseln im Park sind beliebte Tauch- und Schnorchelspots, wo die atemberaubende tropische Unterwasserwelt der Andamanensee hautnah erlebt werden kann.
Während die kleine Insel von Koh Lanta fast unbewohnt ist, wohnen auf der größeren Insel über 20.000 Menschen, die Hauptstadt ist Saladan (Sala Dan). Personenfähren fahren nach Krabi, Koh Phi Phi und über die Trang-Inseln bis Koh Lipe. Wir kamen allerdings per Autofähre, von Krabi Town auf Lanta Noi und dann mit einer weiteren Autofähre auf Lanta Yai. Eine Straßenbrücke, die diese Fähren ersetzen soll ist derzeit im Bau.
Auch wenn die Insel klein erscheint, hält sie so viel bereit. Neben einem tollem Nationalpark im Süden der Insel, hat Koh Lanta auch mehrere Wasserfälle, Höhlen, Elefanten-Trekking (was wir aber nicht machen wollten, wir wissen ja nicht wie die Elefanten dort behandelt werden), einige Tempel, Ausflüge zu anderen Inseln (Island Tours, Island Hopping) und so vieles mehr zu bieten.

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Lanta Seafront Resort:
Unser Hotel war direkt am Klong Nin Beach (Klong = Kanal). Wir mussten von unserer Anlage nur die Straße überqueren und befanden uns schon im Restaurant (View Talay) von unserem Hotel direkt am Strand.
Da unsere Zimmer (drei 3-Bett-Zimmer) nicht sofort bezugsfertig waren, beschlossen wir, dass es schon Zeit für Beruhigungsdrinks war. Also ab zu dem Hotel-Restaurant (nach einem kurzen Abstecher am Meer, ist ja nicht weit!). Mama bestellte für jede/n einen Gin Tonic (abgesehen von den Kindern, für sie jeweils zwei!), doch der Kellner lächelte entschuldigend und meinte, dass sie keinen Alkohol verkaufen würden, weil das Lanta Seafront Resort und das dazugehörende View Talay muslimische Betriebe waren. Mama hatte ihn akustisch nicht ganz verstanden, ich (Katharina) wiederholte es ihr.
Leichtfertig meinte sie: „Dann bestellen wir eben nur Bier.“
„Mama, Bier ist auch Alkohol!“ Solche Busreisen verändern… Nach diesem ersten „Schock“ auf Koh Lanta bestellten wir eben Saft und Wasser und ganz wichtig: Essen.
Danach bezogen wir unsere Zimmer, etwas altmodisch und einfach gehalten, jedoch, und das war die Hauptsache, sauber und zwecksmäßig… UND endlich ein Bett! Sicher gibt es luxuriösere Resorts und Hotels am Klong Nin Beach, aber brauchten wir das? Die Mitarbeiter/innen waren freundlich und bemüht (außer einer beim Frühstück), es gab einen eigenen Hotelpool, den man jederzeit nutzen konnte, WLAN und jedes der Zimmer hatte einen Balkon mit Palmen- und Meerblick. Das Essen war auch super.
Kostenpunkt: ca. 30€ pro Person pro Nacht

Einmal ist mir (Katharina) etwas peinliches passiert (also eigentlich passiert sowas nicht nur einmal). Beim Frühstücksbuffet sah ich D bei den Chafing-Dish-Behältern (zum warm Halten von Speisen) mit einem Teller in der Hand stehen. Ich stellte mich nah neben ihn und starrte auf seinen Teller. Darauf lag ein ziemlich blasses Würstel. Ich fragte deswegen feststellend: „Ohhh, hast du dir ein kleines Würstchen genommen?!“ Dabei ließ ich das R in ‚Würstchen‘ ordentlich rollen. D antwortete nicht, ich wunderte mich und blickte hoch. Ein völlig verdutzter mir nicht bekannter Typ starrte mich entgeistert an und fragte: „What?“ Ich säuselte eine schnelle Entschuldigung und floh so schnell ich konnte. Später bemerkte ich, dass er ohnehin Deutsch sprach. Seltsam…

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Klong (Khlong) Nin Beach:
Die meiste Zeit auf Koh Lanta verbrachten wir auf diesem Beach. Sehr wenige Tourist/innen tummelten dort herum, der Sand war wunderschön, das Wasser schön kühlend und es ist einfach der perfekte Ort, um der Sonne beim Untergehen zu zusehen. Ein paar Hunde und Katzen streunen am Strand herum (natürlich mussten sie alle gestreichelt werden, wie kann es denn anders sein?). Einmal sahen wir sogar ein sehr ungewöhnliches Tiergespann: ein brauner Hund und eine Ente. Gemeinsam spazierten sie in der schönen Dämmerung den Strand entlang.
Am ersten Tag am Meer passierte unserem Papa ein kleines Unglück. Anstatt wie wir anderen gemütlich ins Meer zu gehen, rannte er in die „Fluten“ und bemerkte schon bald einen Widerstand. Doch zu spät, um das folgende zu verhindern: mit voller Wucht stieß er mit den Zehen gegen einen großen Brocken Stein. Tja, Flut und Ebbe san a Hund!
An der Straße in Klong Nin gibt es einige Einkaufsmöglichkeiten (Shopping für Mitbringsel, viel frisches Obst), viele Restaurants und Bars, kleine Imbisse, Wäschereien, Massage Studios, einige Bankomaten und auch Tour-Reisebüros (zum Buchen von Ausflügen und Moped Verleih) – eigentlich alles was man so braucht auf einen Fleck.

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Bars und Restaurants am Klong Nin Beach:
Direkt am Beach gibt es so einige lässige Bars und Lokale, die mehr als nur einen Besuch wert sind. Ein eigener Post über das fantastische Essen in Thailand wird folgen, unsere absoluten Lieblingsbars bzw. -restaurants am Klong Nin verraten wir euch jedoch jetzt schon:

Roi Thai
In diesem Lokal verbrachten wir unseren ersten Abend auf Koh Lanta und waren sofort begeistert. Auch Silvester feierten wir dort. Nicht nur das Essen und die Cocktails waren köstlich, sondern auch das Service war top! Außerdem bietet dieses Restaurant auch Thai Cooking Classes mit dem sehr lustigen Koch vom Roi Thai an, leider nutzten wir diese einmalige Gelegenheit nicht.

Rasta Baby Bar
Die eindeutig lässigste Bar, die wir auf Koh Lanta (oder vielleicht auch ganz Thailand) besucht hatten. Was gibt es dort alles: köstliche Cocktails (wir empfehlen: Mojito), chillige Sitzpolster, lässige Musik (oft auch live Reggae Musik), freundliche Mitarbeiter und einen sympathischen Besitzer, der eigentlich fast immer (was heißt fast) ohne Oberteil und Schuhen herumläuft (beim näheren Nachdenken, bemerken wir: niemand von der Crew hatte Schuhe an) und dabei mit seinen ziemlichen langen Dreadlocks so wie ein thailändischer Jack Sparrow (sorry, Captain Jack Sparrow) aussah. Zusammen mit seiner Frau aus Amerika betreibt er außerdem nebenan einen Laden, indem es selbstgemachte Lederaccessoires, Schmuck und Textilien zu kaufen gibt. Und einen Bamboo Tattoo Studio gab es dort auch. S ließ sich von ihm auch eine Dreadlocke mit hübschen eingearbeiteten Perlen machen. Hatten wir etwas vergessen? Ahja, Zimmer vermieten sie auch. Warum haben wir diese Bar je verlassen?
Im Gesamten eine sehr gechillte Atmosphäre. Eine sehr SEHR gechillte Atmosphäre. Gern spazierten wir nach dem Abendessen über den Strand zu dieser Bar und gönnten uns einige Drinks. Ein weiterer Vorteil: der Heimweg beschränkte sich auf das einfache Überqueren einer Straße.

Blue Moon Bar
Während unserer Beach-Aufenthalte verbrachten wir wohl die meiste Zeit in dieser Bar. Eine der Mitarbeiterinnen, eine Australierin, kannte uns schon ziemlich gut und versorgte uns sehr gut. Auf wunderschön bunten Sitzpolstern saßen wir unter ebenso farbenfrohen Schirmen und schlürften unsere Watermelon-Shakes (hier schmeckt einfach jedes Obst!!) und aßen Pad Thai, Tempura, Spring-Rolls, Club-Sandwichs (die wurden vor allem von klein A verdrückt), Good Morning Glory (ein köstlicher Salat) und so vieles mehr.

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Weitere Lokale, die wir empfehlen können: Beach Side, Richey’s, Otto, Horizon, Jungle Party in der Mong Bar, Same Same but Different (Richtung Nationalpark), View Point (Richtung Old Town)
Und außerdem: Essen an der Straße von kleinen Imbissen oder fahrenden Essens-Wägen!! Egal ob frisches Obst, Shakes, kleine Fleischspießchen, Frühlinsgrollen, Suppe, Thai-Pancakes – alles schmeckt hervorragend. Diese kleinen Straßenstandeln sind für uns zu wahren Lieblingsessens-Spots geworden.

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thailand_travel_diary2_Koh Lanta Bars_Restaurants6 Same Same But Different

Old Town:
Die kleine Stadt Old Town befindet sich an der Ostküste der Insel und besteht aus vielen alten Holzhäusern im chinesischen Stil. Die meisten davon wurden auf Stelzen direkt ins Wasser gebaut. Im Grunde ist es eine längere Straße mit vielen Shops, kleinen Bars und Restaurants, einen Strand gibt es dort keinen. Vom Hafen gehen auch einige Ausflüge mit dem Longtail Boot auf benachbarte Inseln weg.
D und ich (Natascha) mieteten uns für den Ausflug kuzerhand ein Moped und schon alleine die Fahrt nach Old Town ist es wert: holprige Straßen, die auf und ab gingen, wunderschöne Aussichten, einsamer Regenwald, herrliche Luft. D dachte die Anzeige des Mopeds wäre kaputt, obwohl die Frau, die uns das Moped vermietete, vor unseren Augen tankte, war die Anzeige fast auf 0. Wir kamen sicher nach Old Town und alles war gut. Aber als wir von Old Town wieder zurück zu unserem Hotel fahren wollten, ging uns das Moped plötzlich ein. Mit den letzten Baht, die wir dabei hatten, zog D zu Fuß los und kaufte Gazoline abgefüllt in einer Coca Cola Flasche. Gott sei Dank ist uns das Moped nicht schon mittem am Weg eingegangen, mitten in der „Pampa“ mit Kilometer weit entfernten Tankstellen. Am Weg zurück hatte D dann doch Bedenken, dass wir mit der Flasche Coca Cola doch zu wenig Sprit hatten, um über die steilen Hügeln zu kommen (wir essen ja beide sehr gerne) und hielten bei einer kleinen Zapfsäule. Wir kratzten unsere letzten Münzen zusammen und warfen sie ein (13 Baht, das sind 0,32€ – mehr hatten wir nicht mehr mit). Wir konnten nicht tanken und die Zapfsäule redete unentwegt etwas auf Thai. Bis ein sehr lustiger, netter Thai zu uns kam und uns auf Englisch übersetzte, wir müssten mehr Geld einwerfen. Wir erklärten ihm unser Problem, bei dem Wort ‚help‘ begann er fröhlich und aus voller Kehle ‚Help‘ von den Beatels zu trällern. Schließlich schenkte er uns 20 Baht und wir konnten tanken und weiterfahren. Auch wenn sie selber so wenig Geld haben, dass wir uns das nicht mal vorstellen können, sind diese Leute so unendlich freundlich und hilfsbereit. Wir wollten ihm dafür 4€ schenken (was D noch im Geldbörsel hatte), doch er wollte sie nicht, er meinte man sieht sich immer zweimal im Leben und vielleicht braucht ja dann er Hilfe. (D konnte dies aber nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und brachte ihm am Tag vor unserer Abreise 50 Baht zurück.)

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Saladan:
Saladan ist die Hauptstadt von Koh Lanta und wenn man mit der Fähre kommt, ist Saladan das erste was man von Koh Lanta sieht. Dort wurde auch unser Reifen gewechselt, als wir den platten Reifen mit dem Kleinbus hatten, der uns von Krabi zu unserem Hotel brachte. Es führt eine große, lange Hauptstraße durch den Ort mit vielen Restaurants, Bars, Tauchschulen, vielen Shoppingmöglichkeiten und diversen anderen Geschäften. Einmal fuhren wir mit dem Tuktuk vom Hotel in die kleine Stadt. Dort erledigten wir auch einige Einkäufe für unsere Mitbringseln und probierten uns durch das Essen der Standeln an der Straße. Im Allgemeinen ist es dort sehr laut und so viel Verkehr, trotzdem sollte man einmal dort gewesen sein. Und vom Fahrverhalten in Thailand wollen wir erst gar nicht anfangen.. Oder doch: Zu aller erst ist Rechtsverkehr (also schon einmal eine Umstellung für uns) und wozu überhaupt die markierten Linien auf der Straße, es hält sich sowieso niemand an die Spuren. Überholt wird rechts oder links oder quer, wie es halt gerade passt. Polizei sieht man ja fast auch nirgendwo und Unfälle stehen an der normalen Tagesordnung. Als Fußgänger/in muss man sowieso extrem aufpassen. Tourist/innen am Moped erkennt man allen voran daran, dass sie einen Helm tragen. Thais tragen generell keine Helme, auf einem Moped sitzen zwischen 1-4 Personen (vor allem kleine Kinder stehen oder sitzen vorne drauf). Tuktuks auf Koh Lanta sind keine richtigen Tuktuks wie in Bangkok, sondern ein einfaches Moped mit einem drangebauten Gestell, dass als Sitzkabine umfunktioniert wurde. Aber wenn dich ein Tuktuk vom Hotel nach wo auch immer hinbringt, dann wartet es auf dich bis du wieder zurückfahren möchtest, egal wie lange du brauchst.

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Tauchen:
Thailand gehört zu DEN Hotspots in Sachen Scuba Diving. Für mich (Natascha) war schon von Beginn an klar, dass ich den Tauchschein in Thailand machen werde. Ich liebe die Unterwasserwelt und bin absolut fasziniert davon welch wundervolle Welt sich unter der Wasseroberfläche befindet. Ich liebe generell das Wasser, ich war bestimmt einmal ein Fisch! Eigentlich wollte ich fürs Tauchenlernen auf Koh Tao, ein absolutes Taucherparadies, aber als ich gehört habe, was mit zwei Tourist/innen aus England dort einmal passiert ist und dass die Insel vor allem in Mafia-Hand ist, strichen wir die Insel von unserer Route. Nun bin ich aber absolut happy, eine bessere Tauchschule hätte ich nie finden können. Ich machte mich vorher im Internet schlau und fasste schließlich das Ko Lanta Diving Center direkt in Saladan näher ins Auge. Welchen Tauchschein ich genau gemacht habe, wie es mir dabei ging und meine Erlebnisse bei meinen ersten Tauchgängen auf Koh Haa und Koh Bida könnt ihr hier in einem eigenen Post lesen.

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Thai Massage:
Ein Erlebnis, das man wahrscheinlich nicht so schnell vergisst. Thai Massagen gibt es in Thailand überall, in kleinen Studios oder direkt am Strand. M war der einzige der eine Massage direkt am Strand mit Meerblick genoss, wir anderen hatten unser kleines fixes Studio mit Ventilatoren an der Straße am Klong Nin: Yala Massage – sehr zu empfehlen, super liebe und bemühte Mitarbeiter/innen, angenehme ruhige Atmosphäre. Der Preis war zudem auch top: 300 Baht pro Massage (7,50€). Beinahe täglich besuchten wir schon unser „persönliches“ Massage-Studio und gönnten uns eine der zahlreichen Varianten einer Thai Massage. Unsere Mama und Tante A reservierten wirklich jeden Tag gegen späten Nachmittag/Abend vier Plätze. Die beiden waren Stammkundinnen und sonst ging jede/r mit, die/der halt gerade Lust hatte. Eine Massage dauerte meistens immer eine Stunde. Wir probierten uns durch: klassische Thai Massage, mit Kokosöl, mit ätherischen Ölen, mit Aleo Vera und und und. A und D probierten einmal eine Hammermassage, danach tat ihnen alles weh. Sehr entspannend, klingt zwar klischeehaft, aber nach so einer Massage fühlt man sich wirklich fast wie neu geboren. Bei klassischen Thai Massagen lässt man das Gewand an und wird von oben bis unten durchgeknetet, verrenkt, gestreckt, gedehnt und was alles sonst noch. Die Thais arbeiten da mit vollem Körpereinsatz, mit ihren Ellbogen, mit den Knien, sie sitzen teilweise auf dir drauf und sie können noch so klein und zierlich sein, eine Kraft haben sie alle. Manchmal tut es schon ein wenig weh, aber im Endeffekt tut es wahnsinnig gut. Nach der Massage bekommt man noch einen warmen Tee und Obst.

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Silvester am Strand:
Ein ganz anderes Erlebnis, so etwas kannten wir nur aus unseren Träumen. Wir verbrachten diesen Abend im Roi Thai am Klong Nin Beach und feierten neben dem Neujahrsbeginn auch Papas 50. Geburtstag. Nach dem köstlichen Essen und tollen Mojitos mit den Füßen direkt im Sand, wurde die Musik so richtig laut aufgedreht. Da am Beach eine Bar gleich neben der anderen ist, vermischten sich die verschiedenen Musikarten und Lieder miteinander, woraufhin alle abwechselnd immer wieder ein bisschen lauter aufdrehten, was mit der Zeit ein wenig anstrengend wurde. Das Personal und der coole Koch des Restaurants tanzten ausgelassen auf den Holzstufen hinauf zum Resteraunt. Den ganzen Strand entlang sah man Feuerwerkskörper in die Luft steigen, beeindruckende Feuershows wurden geboten, der dunkle Himmel über dem Meer war mit Wunschluftballons übersehen. Es gab keinen Countdown, plötzlich schrieren alle, umarmten und küssten sich, der Schriftzug ‚Happy New Year 2016‘ (aus welchem brennbarem Material auch immer das war) wurde angezündet, die Musik wurde noch lauter, noch mehr Raketen schossen in die Luft, erneute Feuershows begannen, ein paar wenige Menschen gingen schwimmen. Ein paar von uns ließen es sich nicht nehmen, legten einen Wiener Walzer mitten am Strand hin und summten gemeinsamen den 3/4 Takt. Etwas nach Mitternacht wurden von uns jeweils zu zweit Wunschluftballons in den Himmel hochgeschickt. Zuvor steckten wir kleine Zetteln, auf die jede/r einen Wunsch für die Zunkuft aufgeschrieben hatte. Das ist gar nicht so leicht, wie es aussieht. Durch den mäßigen Wind an dem Abend gingen viele Ballons gleich ins Wasser, aber wir schafften es alle sie steigen zu lassen und schauten ihnen nach bis sie weit weit über dem Meer wieder ausgingen.

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Ausflug auf Koh Chuek & Koh Ngai
Für den 1.1. buchten wir im Reisebüro unseres Hotels (Lanta Sea Front Tour) einen Ausflug zur Insel Koh Ngai (spricht man „Hai“ aus), ein kleiner Neujahrsausflug also. Wir bezahlten ca 9000 Baht für 9 Leute, pro Person also 25€. Wir wurden von einem sehr netten Thai mit einem offenen Pick-up vom Hotel abgeholt und fuhren nach Old Town. Als wir ausstiegen, verabschiedeten wir uns mit einem „Bis am Abend!“ von ihm, er lachte ganz komisch und wir fragten uns dann schon, ob wir nicht mehr abegholt werden nach dem Ausflug und wie wir dann nach Hause kommen sollten. Am langen Weg von der Straße bis zur Bootsanlegestelle, fuhr der selbe auf einem Moped an uns vorbei und es stellte sich dann auch heraus, dass er mit einem zweiten unser Kapitän für den Tag war. Den Ausflug machten wir mit einem traditionellem Long Tail Boot (Was ist das überhaupt für ein Motor? Und zum Lenken hatte es ein LKW-Lenkrad, aber es funktionierte einwandfrei und das war Hauptsache!).

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Erste Challenge des Tages war es, vom Hafen runterzuklettern über drei Boote drüberzuklettern um ins hinterste vierte zu gelangen. Die Thais belächelten uns und nach für sie wahrscheinlich gefühlten Stunden waren wir alle im Boot. Wir hatten zu neunt ein Longtail Boot für uns alleine, was sehr angenehm war. Vom Hafen ging es nach Südosten vorbei an Koh Ma zur Insel Koh Chuek (oder auch Chueak). Wir legten direkt am Felsen an und schnorchelten herum. Ein wunderschönes Korallenriff erstreckte sich um die Felsen, wir sahen so viele tolle Fische und große bunte Fischschwärme. Da hatten wir richtig gutes Material für unsere GoPro. Beim ins Wasserspringen kamen einige Fische auch ganz nahe an uns ran und der ein oder andere knabberte sogar an uns. Das kommt leider davon, dass die Menschen die Fische zur Toursitenattraktion regelmäßig füttern, damit sie aus der Nähe betrachtet werden können. Dies hat aber zwei Nachteile: zum einen fressen sie nicht mehr das, was sie eigentlich fressen sollten, um im Wasser alles im Gleichgewicht zu halten und zum anderen werden die Fische richtig aggressiv, wenn Menschen im Wasser sind und sie nicht gleich was von ihnen zu essen bekommen. Leider waren dort auch so viele Menschen (die meisten Erwachsenen mit Schwimmwesten, obwohl das Wasser nur an die 2-3m tief war) und das Schnorcheln wurde mit der Zeit anstregend, wenn du immer aufpassen musst, dass du keinen Fuß ins Gesicht bekommst. Bald ging es deshalb wieder zurück aufs Boot und nicht weit auf die Insel Koh Ngai.

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Koh Ngai ist eine kleine Insel 11km von Koh Lanta entfernt. Auf ihr finden sich einige schöne Resorts und Hotels, allerdings gibt es keine Straßen (alles wird über kleine Pfade teils durch den Dschungel zu Fuß erledigt) und auch keinen Bankomaten. Richtig beliebt ist die Insel zum Tauchen und Schnorcheln und wegen seiner weißen Strände und dem wunderbar klarem Wasser. Nach einem gutem Mittagessen (von unserem Allrounder-Kapitän), einer erneuten Schnorchel-Session, einem Strandspaziergang (wo wir auch eine Palmenschaukel aus Holz fanden), legten wir uns unter eine Palme und schliefen fast alle ein. Gegen Nachmittag wollten wir dann wieder zurück und gingen an Board. So lustig und schön alles an diesem Tag auch war, machte die Heimfahrt für einen kurzen Moment für einige von uns alles zu nichte. Ein ziemlicher Wind war aufgekommen und auf offener See waren dadurch ziemliche Wellen entstanden. Natascha bekam richtige Panik, dass das Boot umkippen würde und wir alle im Wasser landen würden, S wurde so richtig schlecht bei dem Wellengang bis sie sich über Board übergeben musste, Katharina war das auch alles nicht so geheuer und wollte einfach nur dass wir wieder an Land sind. Die Erwachsenen störte das alles nicht, auch D fand das alles besonders lustig und saß mit seinem Foto-Rucksack und seinem Bier in der Hand gechillt da. Bis der Bootsfahrer eine größere Welle übersah und sich das Boot seitlich ein wenig (viel) aufstellte. Da D sich nicht angehalten hatte, ging er erst einmal nach oben und kippte dann mit dem Schwanken des Bootes nach vorne über, das offene Bier in der Hand, Öffnung zeigte auf Katharina und S genau gegenüber. Nun waren die beiden schön in Bier gebadet worden und S wurde nur noch übler. Als wir links und rechts Inseln sahen, wurden die Wellen schwächer und Natascha konnte sich ein wenig entspannen. Als wir endlich anlegten, versuchten wir alle so schnell wie möglich vom Boot zu kommen. Katharina übernahm sich da ein bisschen, trippelte so schnell es ging über die kleinen Steinstufen, aber ihre Beine kamen nicht ganz mit und sie lag schon am Boden. Wir konnten uns alle nicht halten, auch sie lachte noch mit uns… bis sie das Blut sah. Der ganze vordere Unterschenkel war aufgekratzt, im Hotel desinfizierte und versorgte Natascha gleich die Wunde, aber allzu schlimm war es dann doch nicht und es verheilte noch im Laufe des Urlaubs relativ schnell.
Fazit: Natascha steigt für einen Ausflug durchs offene Meer nicht mehr auf ein Longtail Boot, S steigt nie wieder auf ein Boot, D hält sich ab sofort besser fest! – Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten und zurückdachten an den schönen Strand und das kristallklares Wasser, war es doch schon ein wunder-wunderschöner Ausflug und sehr zu empfehlen.

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Ko Lanta National Park:
Nachdem wir nach dem Ausflug auf Koh Ngai vor unserem Hotel abgesetzt wurden (diesmal lachte der Thai nicht mehr so seltsam, als wir uns von ihm verabschiedeten), beschlossen wir doch noch zum Ko Lanta National Park ganz im Süden der Insel zu fahren, wo es ganz viele Affen geben sollte. Die letzte Möglichkeit diesen noch zu besichtigen, da wir am nächsten Tag schon sehr früh Koh Lanta verlassen mussten. Leider konnten wir nicht alle dafür begeistern, deswegen mieteten wir beide, D, S und M uns einen offenen Pick-Up (von unserem Freund aus der Rasta Baby Bar – oh, jetzt hat er sogar auch noch ein Taxiunternehmen) und fuhren die kurvigen und steilen Straßen durch kleine Örtchen und tiefen Dschungel entlang (S war noch immer schlecht vom Bootfahrten und diese Fahrt trug nicht zur Besserung bei). Dabei sahen wir ein paar Affen, die an der Straßenseite herumspazierten und riefen aufgeregt. Bald würden wir noch mehr sehen. Doch dann die ernüchternde Nachricht: der Nationalpark sperrt um 18.00 Uhr zu! Es war 17.45 Uhr, kein Einlass mehr … Niedergeschlagen beobachteten wir die letzten Gäste, die den National Park verließen. D fragte unseren Fahrer, ob er Halt bei den Affen, die wir beim Herfahren erspäht hatten, machen könnte, damit wir ihnen unsere mitgebrachten Bananen geben können. Der Fahrer lachte seltsam und willigte freundlich ein. Aber warum hat er gelacht? Naja..
Wir hatten Glück und die Affen waren noch am Straßenrand unterwegs. S holte das Sackal mit den Babybananen aus ihrem Turnbeutel, „Ich verteile sie lieber jetzt schon!“ und gab damit M die erste Banane in die Hand. Der Pick-Up wurde langsamer, bis er etwa 10 Meter nach den Affen anhielt. Die Affen schauten zu unserem Auto. S wollte die nächste abgerissene Banane gerade Natascha geben, da begannen die Affen zu laufen und stürmten auf unseren Pick-up zu. Sie hüpften hinein und umzingelten S und M. Katharina, Natascha und D saßen gegenüber und konnten alles sehen. Ein Affe legte seine Hand auf den Oberschenkel von S, zwei Affen saßen am Geländer genau hinter Ms Kopf. Sie fauchten, M nahm seine Banane und warf sie aus dem Auto. Natascha und Kathrina hielten ihre Taschen so gut es ging ganz nah am Körper, voller Panik die Affen würden etwas stehlen. Wir schrieen aufgereget und etwas ängstlich. Plötzlich nahm ein Affe das ganze Bananensackal in seine kleinen Hände, entriss es S, schaute noch einmal in den Wagen (vermutlich ob noch etwas zu holen war) und warf sich mit einem gekonnten Sprung seitlich aus dem Wagen auf die Straße (wie die Leute in den spannenden Actionfilmen sich aus den Zügen werfen). Erst jetzt bemerkten wir, dass der Fahrer die ganze Zeit gehupt hatte und als die Affen vom Auto unten waren, fuhr er ein Stück weiter weg. Er fragte uns, ob alles okay ist, wir lachten nur mehr noch. Was war eigentlich gerade passiert? Es ging alles so schnell! D hatte noch eine Banane in der Hand (wie hat er die den versteckt?), stieg mit seiner GoPro aus, um die Affen zu filmen. Er wollte die Affen zivilisiert füttern. Der Affe setzt sich vor dich hin, wartet andächtig, bis du ihm die Banane reichst, nimmt sie ganz langsam aus deiner Hand, schaut ganz dankbar und klettert dann vielleicht sogar noch auf deine Schulter. Ja, so stellte er sich das vor. Als die Affen die Banane in seiner Hand erspähten, sprangen drei mit einem riesigen Satz in die Luft und einer riss sie ihm aus der Hand. Sie fauchten noch mehr und kamen angriffslustig auf ihn zu, niemand anderer traute sich aus dem Fahrzeug. Vollgefressen lies sich ein Affe dann aber doch noch von uns fotographieren. Wir kamen zu dem Entschluss, dass Affen gar nicht so lieb sind, wie sie aussehen. Wir fuhren weiter, lachten bis uns der Bauch wehtat und Katharina und Natascha bemerkten erst da, dass sie den Angriff ziemlich gut zufälligerweise und ohne es richtig zu bemerken auf Snapchat gefilmt hatten, wir lachten über die Videos noch mehr und konnten erst da so richtig rekonstruieren, was passiert war.
Wir hielten noch kurz bei einem wunderschönen Aussichtspunkt und einem tollen Lokal: Same Same but Different, bis es wieder nach Klong Nin ging.

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Sonnenuntergänge am Strand:
Die Sonnenuntergänge auf der Insel und vor allem am Klong Nin Beach sind der absolute Himmel auf Erden. Um circa 18.00 Uhr geht’s los, die Sonne am Horizont neigt sich langsam dem Wasser zu. Jede/r am gesamten Strand schaut wie gebannt aufs Wasser bis sie schlussendlich ins Wasser taucht und ein wundervolles Licht hinterlässt. Mit einem kleinen pre-dinner Cocktail in der Hand genießt man die herrliche Atmosphäre mit diesem einzigartigen golden Licht bei leiser chillliger Musik. Wir ließen es uns nicht nehmen, jeden Abend diesen tollen Moment in vollen Zügen zu genießen, aber jetzt lassen wir Bilder für sich sprechen.

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Am letzten Tag riefen wir schweren Herzens ‚Matcha Tour‘ an, um für 2.1. einen Bus zu bestellen, der uns von Koh Lanta zu unserer nächster Destination bringt. Schweren Herzens, nicht nur weil wir unsere kleine Trauminsel nun verlassen mussten, sondern auch wegen.. Busfahren… ihr wisst schon. Next Stop: Ao Nang, Krabi!

Alles Liebe,
Katharina und Natascha

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6 Gedanken zu “travel – Thailand travel diary #2: eine Woche auf Koh Lanta

  1. Ich wollte schon immer mal nach Thailand, dieser Teil der Erde fehlt mir definitiv noch auf meiner Bucket-travel-list und eure Fotos machen super Lust auf eine Reise nach Koh Lanta! Wenn es dann bei mir mal so weit ist, werde ich mit euren tollen Tagebucheinträgen einen super guide haben. Danke dafür!

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